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Menschen mit Macht müssen auf Freunde verzichten

Ratgeber nicht nur für Manager

DAS POLITISCHE BUCH Essen. Edmund Stoiber war nicht der erste Politiker, der auf seinem Stuhl festklebte. Die beiden Essener Joachim S. Krug und Ulrich Kuhl beschäftigen sich mit den Schattenseiten der Macht, aber auch mit ihrem positiven Aspekten. Eigentlich für Spitzenkräfte in Wirtschaft und Politik sowie für Sportler geschrieben, gewährt „Macht, Leistung, Freundschaft“ auch dem „Normalo“ interessante Erkenntnisse über Karriereleitern.

„Die Kompetenz und die Persönlichkeit der Führungskräfte zählen zu den wichtigsten Erfolgfaktoren eines Unternehmens“ meinen die Autoren. Leute wie Stoiber handelten mit einem extrem hohen - eigennützigen - Machtmotiv. Die Folge: Sie umgeben sich mit „Machtschattengewächsen“, bauen keinen Nachfolger auf und hinterlassen ein Vakuum.

Bestechend einfach geschrieben, erfährt der Leser, das es auch Helmut Kohls Fehler gewesen sei, vor lauter Machtbesessenheit niemanden aufgebaut zu haben, der in seine Fußstapfen treten konnte. So habe der Ex-Bundeskanzler Biedenkopf, Süßmuth, Geißler, Späth und zuletzt auch Schäuble demontiert, bevor er sein „Mädchen aus dem Osten nahm“. Rudolf Scharping, dagegen, sei nicht an seinem ebenfalls ausgeprägten Machtmotiv gescheitert, sondern an seinem Mangel an sozialer Kompetenz. Damit meinen die Autoren Scharpings mangelndes Fingerspitzengefühl in kritischen Situationen. Man erinnere sich: Während deutsche Soldaten im Auftrag der Nato auf den Balkan geschickt wurden, ließ sich der ehemalige Verteidigungsminister mit seiner Partnerin im Pool fotografieren.

Fazit: Eine nachdenklich stimmende Lektüre auch für Unmotivierte, die der Mentalität von Führungskräften auf den Grund gehen wollen.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 06.02.2007 von Martin Tochtrop

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